Das Programm der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF war für junges Publikum nie interessant. Bis auf Dokumentationen und Nachrichten - die Qualität letzter nahm jedoch in letzter Zeit rapide ab - habe ich diese Sender immer gemieden. Das lag vor allem daran, dass man zu Topsendezeiten Musikantenstadl und Rosamunde Pilcher zeigte - Topspielfilme fand man vergebens. In den letzten Jahren waren nur wenige Hollywoodfilme im Repertoire der Sender. Doch das änderte sich offenbar.
Zum neuen Jahr wurden die Durchschnittsalter der Zuschauer der deutschen Fernsehsender veröffentlicht. Das ZDF war, wie auch im letzten Jahr, Spitzenreiter mit 60 Jahre, die ARD knapp dahinter mit 59. Zum Vergleich: ProSieben verzeichnete ein Durchschnittsalter von gerade mal 31 Jahren. Eigentlich sollten diese Zahlen schockieren. Schließlich sollten sich gerade die öffentlich-rechtlichen Sender in der Rolle sehen, ein Programm für alle Altersstufen anzubieten. Mit Ausreden wie “ja, das machen doch eh die Privatsender…” wollten die Intendaten ihren Weg begründen, die Kritik über deren Sendeangebot flaute trotzdem nicht ab.
Mir ist nun in den letzten Wochen aufgefallen, dass vor allem die ARD mehr Topfilme im Angebot hat. Zwar kommen zu Spitzenzeiten immer noch neue Folgen des Traumschiffes, man bietet immer noch Boulevardmagazine und miese Shows an, doch dieser neue Schritt lässt hoffen. Vermehrt wurde in der letzten Zeit Filme wie Jurassic Park, Armageddon oder Shrek gezeigt - derartige Topfilme zeigte sonst nur der öffentlich-rechtliche Sender Österreichs - ORF 1. Ein guter Schritt in Zukunft, nur sollten die Sendezeiten von 2 Uhr, 14 Uhr und 22 Uhr überdacht werden. Gerade die Ausstrahlung ohne lästige Werbeunterbrechung lässt die Wichtigkeit in jüngeren Zielgruppen steigen.
Offenbar haben die Sender nun mehr Geld für ihr Fernsehprogramm zur Verfügung, da der neue Rundfunkstaatsvertrag die Sender in ihrem Online-Angebot beschränkte. Ich hoffe, dass noch weitere Schritte unternommen werden, um das Programm für jüngere Menschen attraktiver zu gestalten. Mit einem neuen Familienkanal, der den Digitalsender ZDFDokukanal ersetzen soll, will das ZDF wohl nun auch jüngeres Publikum erreichen und neue Formate testen. Und vielleicht werden die Volksmusikshows in naher Zukunft verschwinden - vermissen wird sie niemand.
Quellen:
Wir berichteten schon einmal über einen GuitarHero Klon - damals hatten wir noch “Frets on Fire” im Fokus. Es überzeugte mich damals stark, nur waren die mangelnden Lieder ein Grund für die kurze Langzeitmotivation. Man konnte zwar Lieder über Fanseiten herunterladen, doch dies war meist nicht ganz legal. Durch einen Artikel auf Spiegel Online bin ich gestern auf eine Browser Variante des Gitarrenspiels gestoßen - JamLegend.
JamLegend hat eine relativ ausgeprägte Musikdatenbank, mit klasse Liedern von meist unbekannten Musikgruppen. Neben den 3 Schwierigkeitsgraden von Guitar Hero gibt es zusätzlich noch einen so genannten “BeatJam” Modus, bei dem man auf das nervige Anklingen verzichtet. Nach einer kurzen Anmeldung kann man außerdem Achievements erreichen, gegen Freunde online spielen oder einfach nur im Highscore aufsteigen. Die Webseite ist übersichtlich gestaltet und hat kleine Web 2.0 Funktionen. Weitere Möglichkeit: Bands können ihre Lieder zur Verfügung stellen. Im Gegenzug verlinkt “JamLegend” die Webseite und z.B. Itunes oder MySpace Links der Gruppen.
Derzeit ist das Projekt in einer offenen Beta Phase, was einige Bugs erklärt. Mir ist öfters aufgefallen, dass das Spiel teils noch etwas ruckelt und so das Tontreffen erschwert wird. Auch einen “Schlacht” Modus, wie bei Guitar Hero, könnten die Entwickler noch implementieren. Ich bin aber sicher, dass dort in diese Richtung noch etwas gearbeitet wird.
Das Spiel hat durchaus Potential und macht zwischendurch tierischen Spaß. Auf jeden Fall empfehlswert.
Partyspiele werden immer populärer. Sony hat diesen Trend schnell realisiert und EyeToy, Singstar und Buzz veröffentlicht. Letzteres besitze ich nun seit einigen Tagen auch. An Sylvester hatte es seine Partypremiere. Fazit: Spaßig, aber nur kurzzeitig.
Buzz! - Quiz TV ist zwar ein eher simples Quizspiel, das nicht gerade durch raffinesse Überzeugt. Der Clou an dem Spiel sind die (kabellosen) Buzzer, mit denen jeder Teilnehmer die Fragen beantworten kann. Im Hauptpack sind 4 solcher Buzzer enthalten, die mit einem USB-Stick an der Playstation 3 kommunizieren. Leider haben diese keine Akkus, so wird man wohl oder übel regelmäßig Batterien nachkaufen müssen. Wie lange diese halten, kann ich noch nicht sagen. Hier hat Sony versagt: per Bluethooth hätten diese Controller einfach direkt mit der Konsole verbunden werden können; ein einfacher USB Slot hätte die Controller laden können.
Im Pack sind 5 000 verschiedene Fragen enthalten, die anfangs locker ausreichen. Zusätzliche Fragen kann man sich entweder selber zusammenstellen, oder über das PSN kostenpflichtig herunterladen. Die Fragen sind dabei über ein (relativ) breites Spektrum gefächert - von Mode, Stil und Essen über Kino und Musik bis hin zu Wissenschaft und Technik. Der Anspruch liegt dabei eindeutig bei Erwachsenen bzw. Ü16. Nur Fragen zu aktueller Musik würden auch jüngere Generationen beantworten können. Ein entsprechendes Kinderquiz ist für die Playstation 2 erhältlich. Manche Fragen, die warscheinlich aus dem amerikanischen Original stammen, kann man als Deutscher gar nicht beantworten. Hier wird nach einem Bild von einem hier unbekannten Schauspieler oder Film gefragt. Hier hätte Sony lieber die ein oder andere Frage aus dem Spiel nehmen können.
Bei den Modi bin ich enttäuscht. Es gibt (nur) 5 verschiedene - simple - Spiele:
- Punktesammler: Jeder beantwortet die Frage innerhalb 10 Sekunden mit einem Buzzer; es kommt es nicht auf Schnelligkeit an.
- Bombenspiel: Ein Spieler erhält eine Bombe. Ihm werden nacheinander Fragen gestellt, bei richtiger Antwort geht die Bombe an den nächsten Spieler. Nach einer gewissen Zeit geht die Bombe hoch. Dem Opfer werden einige Punkte abgezogen.
- Tortenschlacht: Simples Fragenbeantworten - der Erste mit der richtigen Antwort darf eine Torte auf einen beliebigen Spieler werfen. Nachdem ein Spieler Opfer zweier Torten wurde, wird er aus dem Spiel ausgeschlossen. Dies geht so lange bis nur noch ein Spieler übrig geblieben ist.
- Punktedieb: Der Quizmaster stellt eine Frage - es erscheinen nacheinander Bilder. Wenn das Richtige erscheint, müssen die Spieler den runden Buzzknopf drücken. Der Erste, darf von einem beliebigen Spieler Punkte klauen.
- Das große Finale: Das Podium jedes Spielers fährt “nach oben”. Je mehr Punkte ein Spieler erhalten hat, desto höher fährt er. Es werden nun zufällige Fragen aus allen Kategorien gestellt. Das Podium bewegt sich nun immer weiter nach unten. Bei richtiger Antwort fährt es wieder ein kleines Stück nach oben, bei falscher ein kleines Stück nach unten. Ist man am Boden angelangt, wird man aus dem Spiel ausgeschlossen. Der übrig gebliebene Spieler hat gewonnen.
Diese Spielmodi werden bei jedem Spiel in der gleichen Reihenfolge wiedergegeben. Auf Dauer wird das langweillig - hier hätte man mehr Modi einbauen können. Gerade ein simples “buzzen” (der erste, der eine Taste drückt, darf die Frage beantworten) hätte ich mir noch gewünscht.
Das Spiel kann man ausschließlich mit dem Buzzer steuern. Zum einen gut, zum anderen nervig. Schließlich kann man ein laufendes Spiel nicht einfach beenden (ich habe zumindest noch keine Möglichkeit gefunden). Man muss das ganze Spiel umständlich über das Playstation Hauptmenü schließen und komplett neustarten. Auch ein pausieren ist nur durch “austricksen” möglich: die PS-Taste des Controller drücken, so dass man ins Playstation Hauptmenü gelangt.
Jeder Spieler darf sich anfänglich ein Charakter aussuchen, diesen noch ankleiden und ein Buzzerton aussuchen. Eine lustige Lösung, hier hat sich Sony noch Mühe gegeben. Auch die Sprachausgabe ist gelungen. Hier wurde zumindest jede Frage (ohne Antworten) ins deutsche lokalisiert, was jedoch gut ausreicht. Mich hat nur der Quizmaster aufgeregt. Ein dämlich, kindisch aufgezogener Charakter, der immer die gleichen doofe Sprüche loslässt - gähn.

Systeme: Playstation 3; ändere Versionen auch Playstation 2 und Playstation Portable
Preis: ~ 70 Euro
| Typ | Relevanz | Punkte /10 |
| Grafik | 10% | 7 |
| Sound | 20% | 7 |
| Umfang | 30% | 9 |
| Spielspass | 40% | 9 |
| Gesamt | 100% | 8,4 |
Julians Fazit:
Ein gelunges Partyspiel, für alt und jung mittelalt. Ich hätte mir aber mehr Spielmodi gewünscht. An die Rafinesse von “You don’t know Jack” kommt es bei weitem nicht ran.
Matzes Fazit:
Ich konnte mir dass Spiel an Silvester nur 2 Runden (dauerten beide je ca. 15 min) anschauen. Aber ich bin schnell zu dem Ergebniss gekommen, dass…
1. Der Moderator ein echt unsympathischer Gaylord ist, dessen Sprüche noch lange nicht an die von Jack ran kommen. Im Grunde ein noch schlechterer Dieter Bohlen
2. 90% der Fragen sind so leicht, dass jeder sie weiß oder zumindest erraten kann. Selbst in Themen von denen man wirklich Ahnung hat und meinen könnte, damit davon ziehen zu können, sind dann doch so einfach, dass jeder in der Runde locker mithalten kann.
3. Die Buzzer. Gut, es ist schön dass das Spiel auch noch etwas mehr Feeling ins Spiel bringen will. Aber die Buzzer machen auf mich nicht so einen guten Eindruck wie z.b. die Gitarren von Guitar Hero. Ich fände es aufjedenfall besser, wenn man das Spiel auch mit dem normalen Controller spielen könnte.
Dennoch das beste Quiz Spiel für Ps3!!! Moment! Ach so, es ist noch das Einzigste! Aber das wird sich sicher bald ändern. Ich würde jedem nahe legen, zumindest für ne Weile noch auf Besseres zu warten.
Amazon:
Heute ist der letzte Tag im Jahre 2008 - ein Grund mehr Prognosen für die kommenden 12 Moante abzugeben. Im folgenden Artikel stellen wir Prognosen auf, was in 2009 warscheinlich passieren wird. Und wie bei jeder Jahresende-Show: “Vielen Dank fürs Zuschauen - bis nächstes Jahr.”
Zum vorletzten Beitrag unserer kleinen Serie ein Vorblick ins Jahr 2009. Was wird passieren? Wichtige Ereignisse kurz kommentiert. Achtung: Julian, Jonas und Matthias dürfen wählen.
Heute geht der Jebl Jahresrückblick (wieder einmal) in die nächste Runde. Heute zeigen wir euch, was uns dieses Jahr bewegt hat. Etwas, das uns vielleicht auch noch in 20 Jahren an 2008 erinnert.









